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Gartengestaltung und Pflege

Rasenpflege

Welchen Rasentyp Sie aussähen, sollte in erster Linie von der vorgesehenen Nutzungsart abhängen. Wenn in Ihrem Garten Kinder spielen, ist eine strapazierfähige Spiel- oder Sportrasenfläche natürlich besser geeignet als ein Zierrasen. Diese Rasenart ist zwar weniger widerstandsfähig, dafür aber optisch ansprechender.

Grundsätzlich ist jeder Rasen eine pflegeleichte Kultur. Eine Gräsermischung keimt überall und breitet sich rasch zu einem grünen Teppich aus. Allerdings sollten Gräser durch regelmäßigen Schnitt kurz gehalten werden.

Sonne und Boden

Grundsätzlich sollte bei der Wahl eines bestimmten Rasentyps vieles bedacht werden: Art der Nutzung, Lage, Größe, Zeit und Bereitschaft zur Pflege. Eine Bedingung gilt jedoch für beinahe alle Rasenarten: Die Fläche, auf der ausgesäht wird, muß sonnig liegen.

Gräser vertragen allenfalls den lichten Schatten, wie etwa von Obstbäumen. Aber hier gibt es bereits Einschränkungen. Und im Schatten dichter Baumkronen ist das erfolgreiche Anlegen eines Rasens fast unmöglich.

Rasen im Halbschatten

Für halbschattige Plätze, etwa an Nordseiten von Gebäuden oder unter lichten Baumkronen, eignen sich nur ausgewählte Rasenmischungen. Wenn Sie an einer solchen Stelle sähen, sollten Sie auf einen hohen Anteil an speziellen Gräserzüchtungen für Schattenrasen achten. Allerdings sind schattenbeständige Gräser, wie z.B. die Hainrispe (Poa nemoralis), kaum widerstandsfähig gegenüber regelmäßigem Schnitt und ausgiebiger Nutzung der Fläche.

Pflege

Bei günstigen Bedingungen, insbesondere bei Wärme und Bodenfeuchtigkeit, geht die Saat in etwa zwei Wochen auf. Während dieser Zeit muß die Fläche geschont werden. Sobald aber die Halme hoch genug gewachsen sind, kann der erste Schnitt erfolgen.

Der frühe und regelmäßige Schnitt während des Sommers ist wichtig, damit sich die Gräser kräftig entwickeln können. Dazu ist gutes Gerät mit scharfer Klinge nötig, das die Halme nicht abreißt, sondern sauber abschneidet.

Darüber hinaus braucht der Rasen zunächst keine weitere Pflege. Wenn es allerdings über einen längeren Zeitraum nicht regnet, müssen Sie für ausreichend Bewässerung sorgen.

Was tun bei Moos im Rasen?

Rasentypische Moosarten lassen sich zum Glück leicht und nachhaltig bekämpfen. Am besten eignet sich dafür Moosvernichter plus Rasendünger, den Sie mit einem Streuwagen gleichmäßig und sparsam auf der gesamten Rasenfläche ausbringen. Damit beseitigen Sie innerhalb von 2 bis 3 Wochen zuverlässig alle Moosarten, die in Rasenflächen gedeihen, und regen gleichzeitig die Rasenpflanzen zu neuem Wachstum an.

Da sich Moos im Rasen aber nur ausbreiten kann, wenn die Rasenpflazen geschwächt sind, empfiehlt es sich, die Ursachen für Moos im Rasen zu ermitteln und entsprechende Abhilfe zu schaffen. Sonst siedelt sich nach kurzer Zeit erneut Moos an, und Sie werden das Problem nie wirklich los.


tiefes Mähen

Ein zu kurz geschnittener Rasen kann sich nicht optimal entwickeln und wird anfällig gegenüber Moos, Unkraut und Rasenkrankheiten. Die optimale Schnitthöhe für einen widerstandsfähigen, gesunden Rasen liegt zwischen 3,5 und 5 cm in Schattenlagen nicht unter 4,5 cm. Mähen Sie Ihren Rasen möglichst regelmäßig (am besten einmal wöchentlich) und immer mit der selben Schnitthöheneinstellung Ihres Rasenmähers.

Hochgewachsener Rasen (z.B. nach einer Urlaubsreise) sollte zum Schutz der Rasenpflanzen nicht sofort auf die übliche Schnitthöhe heruntergemäht werden, sondern in Etappen. Als Faustregel gilt: Schneiden Sie nie mehr als die Hälfte der Aufwuchshöhe auf einmal ab.

Nährstoffmangel

Regelmäßig Düngen, idealerweise mit einem Rasendünger mit Langzeitwirkung. Für sein Wachstum braucht der Rasen Nährstoffe, die er dem Boden entzieht und die deshalb von außen regelmäßig wieder zugeführt werden müssen. Auf "hungrigen" Böden vekümmern die Rasenpflanzen, während sich Moos und Unkraut ausbreiten können. Der Rasen hingegen wird anfällig für Rasenkrankheiten. Da Rasen spezielle Anforderungen hinsichtlich der Nährstoffversorgung hat, erzielen Sie mit speziellen Rasendüngern deutlich bessere Ergebnisse als z.B. mit landwirtschaftlichen Düngern wie Blaukorn. Diese Dünger haben für die Belange des Rasens eine falsche Nährstoffzusammensetzung, die zwar das Höhenwachstum, nicht aber das erwünschte Breitenwachstum fördert. Außerdem wirken sie zu schnell und dafür nur kurzfristig. Unter den Rasendüngern sind Produkte mit Langzeitwirkung vorzuziehen. Sie bieten dem Rasen das richtige Nährstoffverhältnis für ein ausgewogenes Höhen- und Breitenwachstum, wirken gleichmäßig über einen längeren Zeitraum und setzen dabei jeweils nur die Menge an Nährstoffen frei, die von Pflanzen aufgenommen werden können. Dadurch verringe rt sich die Umweltbelastung in Form von Nitratauswaschung deutlich, und Sie sparen Dünger.

        

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