Mietrecht: Aktuelle Mieturteile
und Rechtsprechung der Gerichte - Feuchtigkeit
siehe auch Schimmel in der Wohnung.
Der Mieter ist nicht verpflichtet, Neubaufeuchtigkeit durch überobligatorisches Heizen und Lüften auszugleichen. Anderes kann dann gelten, wenn der Vermieter den Mieter bei Beginn des Mietverhältnisses auf Restbaufeuchte hingewiesen und ihm konkrete Verhaltensweisen mitgeteilt hat, wie der Feuchtigkeit zu begegnen ist (LG Wuppertal 10 S 22/02 WM 2002, 667)
Läßt der bauliche Zustand der Wohnung bei üblicher Luftfeuchtigkeit die Bildung von Kondenzwasser erwarten, die zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbefall führt, liegt ein Mangel der Mietsache vor.
Landgericht Hamburg, Urteil vom 11.07.2000, Aktenzeichen 316 S 227/99
Die Durchfeuchtung von Wänden und Teppichboden in einer Einzimmerwohnung in einem Bereich von 2 bis 3 qm kann während der Austrocknungszeit eine Mietminderung rechtfertigen in Höhe von bis zu 50 %. Will der Mieter darüber hinaus Schadensersatz geltend machen, so hat er die entstandenen Feuchtigkeitsschäden konkret hinsichtlich Art und Umfang sowie Zeitpunkt des Schadenseintritts zu bezeichnen.
LG Dresden, Urteil vom 17.12.2002, Aktenzeichen 4 S 0152/02