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Kellerbau |
Ein Keller eines Einfamilienhauses
schafft bis zu 35% mehr Wohnfläche und steigert damit den Wiederverkaufswert
eines Wohnhauses um 8-10%. Dabei entstehen zusätzliche Kosten
im Vergleich zur Bauweise ohne Keller von durchschnittlich 15.000
€. Deshalb entscheiden sich 80 % aller Bauherren für einen
Keller.
Beton lässt sich durch Wahl der Ausgangsstoffe und des Mischungsverhältnisses
der Komponenten auf nahezu alle Eigenschaften einstellen. Im Kellerbereich
ist die Verwendung von Beton stets vorteilhaft. Wählt man Beton
mit "erhöhtem Wassereindringwiderstand" (WU-Beton),
so ist der Betonkörper selbst auch dicht gegen drückendes
Grundwasser. Bei entsprechender Fugenausbildung (Anschlüsse
zwischen Boden und Wand sowie Wandstößen) wird eine dichte
Betonwanne erzeugt, die ohne äußere Abdichtung jahrzehntelang
dicht bleibt. Das System ist deutlich robuster gegen Untergrundsetzungen
und Erdbebenbeanspruchungen als alle gemauerten Konstruktionen.
Die Mehrkosten für den WU-Beton sind relativ gering, daher
ist es empfehlenswert im Keller stets Bodenplatte und Wände
in WU-Beton auszuführen.
Wohnen im schallgeschützten Wärmespeicher
Für den Wohnkomfort sind Gebäudeaußenwände
aus dem massiven Baustoff Transportbeton ideal. Eine schlanke Tragkonstruktion
mit außen liegender Wärmedämmung vereint viele bauphysikalische
Vorteile:
Die Dämmung ist nicht tragend und leicht, also allein auf
die Dämmwirkung optimiert.
Die Tragkonstruktion einschließlich der tragenden Innenwände
ist massiv, also optimal für Schallschutz und Wärmespeichervermögen.
Die Wärme wird in der von außen isolierten Betonwand
gespeichert und gibt sie, z.B. nach dem richtigen Stoßlüften,
wieder an die Raumluft ab.
Gleiches gilt für die Luftfeuchtigkeit. Wasserdampf wird unschädlich
vom Beton aufgenommen und bei Bedarf wieder an die Raumluft abgegeben.
Das so unbeliebte "Barackenklima" von Leichtbauweisen
tritt nicht auf.
Der weitere Vorteil der klaren Trennung zwischen Tragschale und
Isolierung ist, dass die Fenster und Türen in die Tragebene
eingebracht werden und die Rahmen von außen mit der Isolierung
leicht überlappt werden. Hierdurch können Wärmebrücken,
oder besser Kältebrücken, wie sie bei einschaligen Baustoffen
leicht möglich sind, einfach verhindert werden.
Auch der Schallschutz ist System gegeben. Die so genannte monolithische
Bauweise lässt keinen Raum für "Schallfugen".
Alle in Transportbeton gegossenen Anschlüsse sind bauablaufbedingt
dicht. Bei Mauersteinen mit nicht vollfugiger Vermörtelung
oder Verklebung wird die Winddichtigkeit und damit die Schallminderung
erst durch den Innenputz erreicht. Die hohe Wirtschaftlichkeit ergibt
sich durch das Einbringen der Installationen vor dem Betonieren
in die Schalung. Hierdurch wird das nachträgliche Stemmen von
Schlitzen, die wiederum den Schallschutz vermindern, sicher ausgeschlossen
und ein Arbeitsschritt eingespart. Die tragenden Wände aus
Beton sichern angenehmes Wohnklima mit höchster Schalldämmung.
Welcher Keller aus welchem Material?
Welchen Keller soll ich bauen? Diese Frage beschäftigt jeden
Bauherrn, denn wenn die Kellerwände feucht werden, kann auch
die ganze Substanz des Hauses gefährdet sein. Schlimmstenfalls
bildet sich an dauerfeuchten Kellerwänden der echte Hausschwamm,
was eine der größten Schadensfälle im Hochbau darstellt.
Insbesondere die Bauherren von Fertighäusern machen sich viele
Gedanken, ob sie überhaupt und wenn ja, welchen Keller sie
errichten lassen sollen.
Grundsätzlich sind Mauersteine aus Kalksandstein, Blähton,
Beton und anderen Materialien für den Kellerbau bei Privathäusern
gut geeignet. Das gilt auch für Verfüllziegel, deren Hohlräume
mit Beton ausgegossen werden. Dominierend sind im Fertighausbau
Keller aus Beton-Fertigteilen. Die klassische Art ist der Keller
aus "Ortbeton", der vor Ort zwischen die Schalung fließt.
Im Kommen ist die Dreifachwand, bei der zwischen zwei Fertigteilplatten,
die mit Gitterträgern untereinander verbunden sind, Ortbeton
gegossen wird. Daß jede Kellerwand von außen gedämmt
und abgedichtet werden muß, versteht sich von selbst. |
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